Sinn von Psychotherapie

Ihr seelisches Befinden erweitert sich
Im Verlauf ihrer Psychotherapie werden sie Methoden erlernen, die ihnen helfen, negative Ereignisse zu verarbeiten. Sie werden einüben,  aktive Geschehnisse umzubewerten und  insgesamt zu einer positiveren Sichtweise ihrer Lebenssituation gelangen. Sie werden ihre  Reserven und Kräfte mehr kennen und nutzen lernen.

In diesem Zusammenhang beschäftigen sie sich mit lebensgeschichtlichen Hintergründen und finden heraus, warum sie bislang auf seelische Konflikte so und nicht anders reagiert haben. Sie üben neue Reaktionsweisen und Methoden ein, mit denen sie sich in Krisensituationen wirksamer helfen werden. Sie erweitern ihr Wissen über seelische Zusammenhänge und bauen Ihre psychische Reaktionsfähigkeiten aus. Kurz: ihr seelisches Befinden erweitert sich.

Was ist Psychotherapie?
Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft verfügt die Psychotherapie über eine Vielzahl nachweislich wirksamer Methoden. Dazu zählen zunächst die von den Krankenkassen anerkannten Verfahren:
Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie.
Eine der beiden oder beide Verfahren beherrscht ein psychologischer Psychotherapeut, sofern er eine Behandlungsberechtigung hat.
Darüber hinaus lassen viele Psychologische Psychotherapeuten weitere Methoden in die Behandlung mit einfließen, deren Wirksamkeit ebenfalls wissenschaftlich nachgewiesen ist. Hierzu zählen beispielsweise die Gesprächspsychotherapie, Gestalttherapie, Psychodrama, verschiedene Körpertherapien, klinische Hypnotherapie, Kunsttherapie, Übende Verfahren wie autogenes Training und anderes mehr.

Warum Psychologische Psychotherapie?
Psychologische Psychotherapeuten haben ein abgeschlossenes Psychologiestudium (Diplom Psychologie). Ihre Studienschwerpunkte schulen den Blick auf "seelische Zusammenhänge". Wichtig: dies beinhaltet nicht nur den professionellen Blick auf die erkrankte Seele, sondern auch auf die gesunde Seele. Zusätzlich zum Psychologiestudium haben Psychologische Psychotherapeuten eine mindestens dreijährige Zusatzausbildung, sowie eine eigene Psychotherapie hinter sich. Viele Psychotherapeuten haben in der Psychiatrie oder psychosomatischen Einrichtungen gearbeitet. Psychologische Psychotherapeuten besuchen regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen und arbeiten unter Supervision (kollegiale Unterstützung).

Welche Krankenkassen bezahlen Psychotherapie?
Auf der Grundlage des  Psychotherapeutengesetzes sind seit dem 1.1.1999 alle Krankenkassen gesetzlich verpflichtet, Psychotherapien auch bei Psychologischen Psychotherapeuten zu finanzieren.
Einzige Voraussetzung ist, der Psychotherapeut hat eine Kassenzulassung. Sie können dann mit ihrer Krankenkassenkarte direkt zum Psychotherapeuten - erst nach fünf Therapiestunden muss ärztlicherseits ausgeschlossen werden, dass dem psychischen Leiden eine körperliche Ursache zugrunde liegt.

    In Regionen, in denen die Anzahl der zugelassenen Psychotherapeuten nicht zur Behandlung aller Patienten ausreicht, muss die Krankenkasse die Kosten für eine Psychotherapie auch bei einem nichtzugelassenen Behandler erstatten, wenn der Versicherte in einer angemessenen Zeit keinen Behandler mit Kassenzulassung findet (Sozialgesetzbuch 6 V 13.3).

Eine Behandlung in meiner Praxis wird nicht automatisch von der Kasse übernommen. Sie kommen zu mir als zunächst als Privatpatient. Sie bringen mir zu jeder Stunde mein Honorar entweder bar mit oder ich erledige das per Bankeinzug.
Danach reichen sie die von mir ihnen ausgestellte Rechnung bei ihrer Kasse ein. Eine Kostenerstattung wird durch ihre Kasse geprüft. Dies geschieht in der Regel mit einem Psychotherapieantrag bei ihrer Kasse. Den Antrag stelle ich an die Kasse, wenn für sie feststeht, das sie eine Behandlung bei mir wünschen.

Checkliste/Entscheidungshilfe auf der Suche nach dem für sie richtigen Therapeuten
Vertrauen sie ihrem eigenen ersten Eindruck, den sie beim Erstkontakt mit dem Therapeuten erhalten. Gehen sie danach die folgenden Fragen für sich und wenn notwendig mit Psychotherapeuten durch:

  • Können sie sich in der Gesprächssituation und Umgebung so fühlen, dass sie offen über ihre Probleme sprechen können?
  • Werden ihre Fragen ausreichend und verständlich beantwortet?
  • Fühlen sie sich mit ihrem Anliegen verstanden?
  • Haben sie den Eindruck, dass sie gegen ihre eigenen Vorstellungen und Wünsche überredet werden sollen?
  • Werden Probesitzungen und Angaben zur Dauer der Therapie gemacht?
  • Ist der zeitliche Ablauf klar?
  • Was passiert, wenn sie nach einigen Stunden feststellen, dass sie mit dem Psychotherapeuten nicht zurechtkommen?
  • Welche fachlichen Voraussetzungen bringt der Psychotherapeut mit?
  • Arbeitet der Psychotherapeut  unter fachlicher Begleitung durch Kollegen (Supervision)?
  • Gibt es eine klaren Arbeitsvertrag zu Honorar und Ausfallhonorar ?

Trauen sie sich es zu, nach diesen Punkten zu fragen und machen sie sich notfalls eine Liste zu dem, was sie unbedingt wissen möchten.


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