Methoden

Methodisch richte ich mich nach ihren, den Bedürfnissen des Hilfesuchenden. Dabei beachte ich ihre aktuellen Sorgen und Beschwerden, wie auch ihre individuelle Geschichte und ihr soziales und berufliches Umfeld.

Zunächst geht es darum, mit Hilfe eines tiefenpsychologischen Gesprächs den akuten Anlass ihres Hilfegesuch zu erfassen, um damit ein mögliches Therapie und Beratungsziel festzulegen.

Oft hindert Unbestimmtes, nicht genau Benennbares Menschen daran, eigene Lösungen zu entwickeln und durchzuführen.  Man hat so eine Ahnung, was es ein könnte. Um dabei nicht alleine auf die Kraft des Wortes zu setzen, beziehe ich noch die Informationen Wirkungen von inneren und äußeren Bildern mit hinzu. Sobald nämlich in einem Menschen ein Bild von dem entsteht, worum es geht, wird es konkret.
Dafür brauchen sie nichts zu können und nichts zu wissen. sie müssen sich nur trauen, zu malen, konkret zu werden. Bei Worten kann man immer noch darauf ausweichen, “ja so habe ich das aber nicht gemeint”. Bilder sind konkret, sie brauchen keine Erklärung. Mit Hilfe des Bildes kann die Psyche etwas vom Wesentlichen der Persönlichkeit mitteilen. Es wird auf dem Blatt Papier etwas sichtbar und konkret.

Das Sichtbare ist die konkrete Botschaft, manchmal nicht mit Worten zu fassen. Als Kunsttherapeut verfüge ich über Wissen und Erfahrung das Gemalte einzuordnen und sich mit Worten beschreibend dem gemalten Bild anzunähern. Auf diese Weise finden ich mit ihnen Worte, Beschreibungen zu Inhalten, die vorher sprachlich so nicht zugänglich waren.

Nach dem Bestimmen des konkreten Konfliktes geht es darum die Zusammenhänge und die Geschichte des Konfliktes aufzudecken und zu verstehen.  Es ist zu prüfen, in wie weit die jetzige Situation eine verstehbare Antwort auf Familiensituationen in der Kindheit ist.

Ich gehe davon aus, das alle emotionalen und psychosomatischen Reaktionen Antworten auf Lebensbedingungen sind, die einmal zu bewältigen waren. Die damaligen Antworten waren für das Überleben und die Sicherheit in den Kindheitsfamilien unbedingt notwendig, passend und sinnvoll. Diese alten Überlebensmuster zu erkennen und  anzuerkennen ist etwas Wichtiges und Sinnvolles. Es gelingt meisten nicht sofort, weil es schwer ist, genau das anzuerkennen, was den momentanen Kummer bewirkt. Es bedarf meistens eines längeren Prozesses mit der Unterstützung und Akzeptanz durch einen Therapeuten bevor man selber diesen Schritt machen kann. Dieser Schritt bedeutet ein gewisses Versöhnen mit dem den Schatten, mit den als negativ empfunden Ereignissen und Verbindungen in der eigenen Familie.

Das Ziel meiner Arbeit  ist, mit dem momentanen Konflikt als Ausgangspunkt, die eigene Vergangenheit soweit durchzuarbeiten, dass man sich von den veralteten, problematischen Verhaltensweisen lösen kann, um die eigenen Verhaltensmustern zu neu zu gestalten.

Entscheidend für einen Erfolg und ein Weiterwachsen der Person ist letztlich die Frage, ob es gelingt die inneren und äußeren Bilder von der Welt, von den Mitmenschen in der Person, in seiner Vorstellungswelt zu verändern.  Äußere und innere Bilder werden immer wieder hinterfragt und von der Psyche abgefragt.Nur wenn man den inneren und äußeren Bildern eine Chance gibt, sich zu verändern, verändert sich das, was wir Seele nennen mit.


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       copyright © Hans Jorgen Wevers Mönchengladbach, den 02/12/10