Persönlicher Einsatz 
               für die Beziehung

 

Obwohl sie sich als Paar eine gemeinsame Zukunft wünschen, haben sie  manchmal nur eine Ahnung von dem, was das eigentlich für jeden bedeutet. Oft geht man davon aus, dass der Partner dasselbe wünscht, wie man selber, dass die Gefühle für beide gleich sind, dass sie beide als Basis ihrer Beziehung die Liebe haben.
Was jeder einzelne unter Liebe versteht und empfindet, hängt stark von seiner Persönlichkeit und seinen Bedürfnissen ab.

Liebe ist ein Zusammenspiel von Intimität, Leidenschaft und Bindung und beutet für jeden Menschen meist etwas anderes.

Wenn man die eigene Sichtweisen und Empfindungen benennen und zuordnen kann, kann man bewusst Persönliches für beziehungsfördernde Lösungen einsetzen.

Wichtiger als wir meistens zunächst glauben, sind für unser Beziehungsverhalten die Vorbilder aus den Ursprungsfamilien eines jeden. Jeder bringt die erlebte elterliche Partnerschaft als Potential und Belastung mit in die Beziehung. In der Zeit der Verliebtheit treten die elterlichen Vorbilder meistens in den Hintergrund, um dann mit Laufe der Zeit sich immer stärker bemerkbar zu machen.

Ein wichtiges Ziel der PaarBeratung (EheTherapie - PaarTherapie) ist, dass sie als Paar lernen, bei Unstimmigkeiten zu einen auf den anderen achtenden, beziehungsfördernden Kompromiss zu kommen. Es geht darum zu erforschen, zu verstehen oder nur zu akzeptieren, das mein Partner anders ist, als ich zunächst gedacht habe.
Bei der Lösung der Beziehungsprobleme darf es  keine Sieger und Verlierer, keine Täter und keine Opfer geben. Das gelingt nur, wenn immer beide zur Lösung eines Problems beziehungsfördernd beitragen.

Neben der persönlichen Bereitschaft, etwas für das Gemeinsame zu tun, müssen sie ein verlässliches Zeitkontingent für ihre Partnerschaft zur Verfügung stellen. Partnerschaft braucht einen zeitlichen definierten Rahmen, der von nichts anderem umgestoßen und besetzt werden darf. Dafür müssen beide sorgen.

Das bedeutet z.B. während der Beratungszeit 3 Stunden pro Monat, eine gemeinsame Doppelstunde und eine Einzelstunde. Das kann auch bedeuten, ein fest vereinbartes gemeinsames Gespräch pro Woche zu Hause.

Erkennen und Analysieren kann für alle sehr spannend sein und wird ihr Verständnis von Konflikten verbessern. Ändern wird sich erst etwas, wenn sie auch daraus Konsequenzen für sich und ihre Beziehung ziehen und ihr neues Verständnis auch zu neuem Handeln führt.

Ihre Aufgabe ist es, Beziehungsfeindliches in Beziehungsförderndes wandeln. Es nutzt nichts eine Tür zum Gemeinsamen zu öffnen, wenn sie nicht auch dann hindurch gehen.

Eine PaarBeratung (EheTherapie - PaarTherapie) selber bildet keine Garantie für die Fortsetzung und die Dauer ihrer Beziehung. Im Beratungsprozess werden sie sich um die Bedeutung ihrer Partnerschaft für Ihre Zukunft klarer. Es liegt dann bei Ihnen, welche Konsequenzen sie daraus ziehen.


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       copyright © Hans Jorgen Wevers Mönchengladbach, den 02 Dezember, 2010